Der Iran sieht sich auf einen langen Krieg vorbereitet. Parlamentssprecher Ghalibaf sagte arabischen Medien, der Iran verfüge über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen. Diese würden im Inland entwickelt, deshalb sei man in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen, so Ghalibaf.
Der Iran werde weiterkämpfen, "bis der Feind seine Aggression bereut" und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien.
In der Nacht zu Dienstag hat der Iran erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien angegriffen. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum. Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.
Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.
Neue Angriffswelle auf Iran
Unterdessen fliegt die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben große neue Angriffswellen auf Ziele im Iran. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert, erklärte das Militär auf der Plattform X.
In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.
Die USA und Israel führen seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran und haben in dem Land bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Der Iran greift im Gegenzug sowohl Israel als auch mit den USA verbündete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an.
Israel verstärkt Vorgehen gegen Hisbollah-Ziele
Israels Militär geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon vor. Ein Militärsprecher kündigte an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Mehrere Staaten warnten Israel vor einer großen Bodenoffensive. Dies hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen, teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Durch die jüngste Eskalation des Konflikts sind im Libanon offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Mehr als 880 Menschen wurden durch israelische Angriffe getötet.
Angriff auf Tanker im Golf von Oman
Im Golf von Oman ist ein Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Das meldet die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt. Es sei niemand verletzt worden.
Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste des Emirats Fudschaira vor Anker gelegen. Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und liegt südlich der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
dpa/sh