Die Ölpreise steigen weiter. Am Montagmorgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 104,61 US-Dollar bezahlt und damit etwa anderthalb Prozent mehr als am Freitag. Das Hoch lag vor einer Woche bei knapp 120 Dollar. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran lag der Preis nur bei rund 73 Dollar.
Zuletzt hat US-Präsident Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Die Nato werde vor einer sehr schlechten Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump der "Financial Times". Der Schiffsverkehr ist dort wegen des Kriegs stark beeinträchtigt.
Die Freigabe von Ölreserven durch führende Industriestaaten konnte die Ölpreise zuletzt nicht bremsen. Am Wochenende hatte die Internationale Energieagentur (IEA) Details zur Freigabe von strategischen Reserven mit einem Volumen von 400 Millionen Barrel bekanntgegeben. Demnach sind die freigegebenen Ölreserven in Asien umgehend verfügbar. Hier warten Käufer dringend auf Ersatz von Lieferungen, die derzeit durch die Straße von Hormus blockiert sind.
dpa/sh