Auch die Kapitänin der iranischen Frauenfußballnationalmannschaft hat ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen. Zuvor hatten bereits drei Spielerinnen und ein Mitglied des Trainerstabs angekündigt, nach Hause zurückzukehren. Nach ihrem Ausscheiden beim Asien-Cup hatten insgesamt sieben Frauen des iranischen Teams Asyl in Australien beantragt. Von ihnen bleiben jetzt nur noch drei in Australien.
Das Team war im Heimatland Iran in die Kritik geraten, weil die Spielerinnen beim ersten Gruppenspiel während der Nationalhymne nicht mitgesungen hatten. Das wurde im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als "Verräterinnen", auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.
Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran Konsequenzen drohen - oder dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
dpa/vk