Im Nahen Osten ist es zu weiteren Angriffen auf mehrere Golfstaaten gekommen. Das saudische Verteidigungsministerium meldete am Samstagabend den Abschuss von sechs ballistischen Raketen im Gouvernement al-Chardsch, einem Gebiet, in dem sich auch der von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt befindet. Zu Verletzten oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Im Laufe des Tages waren den Angaben nach auch mehrere Drohnen vor allem im Osten des Landes abgefangen worden.
Die zivile Luftfahrtbehörde in Kuwait teilte mit, der internationale Flughafen Kuwait sei am Abend Ziel mehrerer Drohnenangriffe gewesen. Dabei sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Es habe keine Verletzten gegeben. Aktuell ist der Luftraum über Kuwait gesperrt.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Iran-Krieg von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirat Fudschaira teilten am Samstag mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hieß es vom Medienbüro Fudschaira, die Löscharbeiten dauerten weiter an. Bei dem Vorfall sei auch ein jordanischer Staatsbürger leicht verletzt worden. Angaben dazu, was genau brannte, wurden nicht gemacht. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl.
Das Verteidigungsministerium von Katar teilte am Abend auf X mit, im Laufe des Tages sei man Angriffen mit vier ballistischen Raketen und einer Anzahl von Drohnen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Die Streitkräfte hätten alle Drohnen und Raketen abfangen können.
dpa/est