In Kolumbien sind am Sonntag mehr als 41 Millionen Bürger zur Wahl eines neuen Kongresses aufgerufen. Beobachter erwarten ein stark zersplittertes Parlament. Umfragen sehen zwar das linke Regierungsbündnis "Pacto Histórico" von Präsident Petro als größte Kraft, allerdings ohne Aussicht auf eine eigene Mehrheit.
Die Abstimmung findet vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage, wachsender Kriminalität, wirtschaftlicher Herausforderungen und tiefer politischer Polarisierung statt.
Der Urnengang gilt als Gradmesser für die Stärke von Petros Bündnis kurz vor dem Ende seiner Amtszeit. Der erste linke Staatschef Kolumbiens darf verfassungsgemäß nicht erneut antreten. Die Wahl eines neuen Präsidenten findet am 31. Mai statt.
dpa/mh