Israels Luftwaffe hat eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran gestartet. Erstmals bombardierten israelische Kampfflugzeuge zudem ein Öllager in der Hauptstadt Teheran.Infolgedessen hat sich der Himmel in Teilen Teherans verdunkelt. Dichte Rauchschwaden steigen auf und verdüstern den bewölkten Himmel, wie auf Bildern zu sehen ist und Augenzeugen berichten.
Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim warnte vor gesundheitlichen Schäden durch Schwefel- und Stickoxide in der Atmosphäre, die in Verbindung mit Regen gefährlich werden könnten.
Israel hat nach eigenen Angaben in der Nacht mehrere Öltanks in Teheran angegriffen. Die iranischen Streitkräfte nutzten diese Tanks für ihr militärische Infrastruktur, hieß es zur Begründung.
Israel hat auch erneut den Libanon angegriffen. Im Ziel standen laut israelischem Militär ranghohe Befehlshaber der Al-Kuds-Brigaden, dem Arm der iranischem Revolutionsgarden im Ausland. Ein Luxushotel im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut wurde von einer Drohne getroffen. Mindestens vier Menschen starben, zehn weitere wurden verletzt.
Der Iran feuerte seinerseits am Sonntagmorgen erneut Raketen auf Israel ab. In vielen Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, darunter in Tel Aviv und Haifa. Zudem attackierte der Iran Treibstofftanks des internationalen Flughafens in Kuwait sowie Ziele in Saudi-Arabien, Katar und Dubai und Bahrain mit Drohnen.
In Bahrain wurde dabei eine wichtige Anlage zur Trinkwasseraufbereitung getroffen, die Meerwasser entsalzt. Das erklärte das Innenministerium von Bahrain. Es handle sich um iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele richte, heißt es. Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf derartige Anlagen angewiesen. 60 Prozent seines Trinkwasser bezieht Bahrain aus entsalztem Meerwasser.
dpa/dlf/mh/okr