Im Nahost-Krieg sind die Angriffe in der Nacht zu Dienstag weitergegangen. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine erneute Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran durchgeführt. Dabei soll das Gelände der staatlichen Rundfunkanstalt IRIB getroffen worden sein.
Der Iran hat seinerseits die Angriffe auf Israel und weitere Ziele fortgesetzt. So wurden offenbar die US-Botschaften in Saudi-Arabien und Kuwait von Drohnen angegriffen. US-Präsident Trump kündigte eine "baldige" Vergeltung an.
Auch zwischen Israel und dem Libanon haben sich die Spannungen verschärft. Seit Montag beschießt die schiitische Hisbollah-Miliz, die von Iran unterstützt wird, Israel mit Raketen. Israel schickt inzwischen auch Bodentruppen in den Südlibanon. Die Armee spricht von Schutzmaßnahmen für israelische Zivilisten.
Israels Premierminister Netanjahu hat die anhaltenden Angriffe auf den Iran gerechtfertigt. Er sagte US-Sendern, der Iran habe nach den letzten Angriffen begonnen, neue Bunker für Raketen und sein Atomprogramm zu bauen - in wenigen Monaten wären sie nach Netanjahus Worten unangreifbar gewesen. Der Krieg werde nicht endlos sein.
Die Opferzahl nach den israelisch-amerikanischen Angriffen seit Samstagfrüh ist nach Angaben des iranischen Roten Halbmondes inzwischen auf mindestens 787 angestiegen. Mehr als 3.600 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten laufen demnach Such- und Bergungsarbeiten. In Israel wurden zehn Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Das US-Militär teilte mit, sechs US-Soldaten seien getötet worden.
dpa/belga/jp