Demokraten im US-Kongress wollen untersuchen, ob das Justizministerium bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten möglicherweise Unterlagen zu Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump zurückgehalten hat.
Anlass sind Medienberichte über mutmaßlich fehlende FBI-Vernehmungsprotokolle in den Unterlagen zu den Ermittlungen gegen den 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Dem US-Sender NPR zufolge soll das Justizministerium Dokumente zurückgehalten oder zeitweise aus der öffentlichen Datenbank entfernt haben. Die betreffenden Akten enthielten unter anderem Aussagen über den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen durch den derzeitigen Präsidenten.
Auf der Grundlage einer Analyse von drei verschiedenen Seriennummern, die auf den Akten angebracht sind, stellt der Sender fest, dass vermutlich 53 Seiten mit Berichten und Notizen von Verhören in der öffentlichen Epstein-Datenbank fehlen. Dazu gehören unter anderem Aussagen einer Frau, die behauptet, dass sie in den 1980er Jahren von Epstein Trump vorgestellt und anschließend von ihm missbraucht wurde.
Auch CNN berichtete unter Berufung auf eigene Auswertungen, zahlreiche Vernehmungsprotokolle seien nicht auffindbar. Mehrere mutmaßliche Opfer hätten zudem vergeblich nach Unterlagen zu ihren eigenen Vernehmungen gesucht.
Das US-Justizministerium weist die Vorwürfe zurück. Trump hat ein Fehlverhalten wiederholt bestritten.
dpa/moko