Nach der Tötung des mächtigen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als "El Mencho", wird Mexiko von einer Welle der Gewalt erfasst. Bandenmitglieder setzten in mehreren Bundesstaaten Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand. Mehrere Botschaften riefen ihre Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen.
Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Sicherheitskräfte sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.
El Mencho war der Boss eines extrem gewalttätigen Drogenkartells. Der 59-Jährige wurde bei seiner Festnahme durch Militärs schwer verletzt und starb kurz darauf. Die US-Behörden hätten Informationen geliefert, die die Festnahme ermöglichten, hieß es weiter.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden noch sechs weitere Bandenmitglieder bei dem Einsatz getötet. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar auf El Mencho ausgesetzt.
Wegen der Sicherheitslage in Mexiko hat das belgische Außenministerium seine Reiseempfehlung verschärft und rät von nicht essentiellen Reisen ab. Das gilt insbesondere für den Bundesstaat Jalisco mit dem beliebten Urlaubsort Puerto Vallarta.
dpa/sh