Im EU-Mitgliedsland Bulgarien hat eine prowestliche Übergangsregierung die Amtsgeschäfte übernommen, um eine Neuwahl am 19. April vorzubereiten. Es wird die achte Parlamentswahl seit April 2021.
Interimsregierungschef Andrej Gjurow und seine Kabinettsmitglieder legten im Parlament den Amtseid ab. Staatspräsidentin Iliana Jotowa hatte zuvor entsprechende Erlasse unterzeichnet.
Die vorgezogene Parlamentswahl war nach Massenprotesten gegen Korruption und nach dem überraschenden Rücktritt der prowestlichen Regierung von Ministerpräsident Rossen Scheljaskow im Dezember notwendig geworden.
In dem Balkanland war es bei früheren Wahlen immer wieder zu Wahlbetrug, Stimmenkauf sowie kontrollierter Abstimmung gekommen. Gjurow bekräftigte außerdem Bulgariens EU- und Nato-Linie sowie die Unterstützung für die Ukraine.
dpa/sh