In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde nach ukrainischen Angaben eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt.
In Odessa wurden drei Menschen verletzt. In der Nacht wurde der Militärverwaltung zufolge in der Hafenstadt sechsmal Luftalarm ausgelöst. Infrastrukturobjekte und zivile Gebäude seien beschädigt worden. Die russischen Angriffe trafen erneut die Energieversorgung der Region Odessa. Auch aus anderen Gebieten in der Ukraine wurden russische Angriffe gemeldet.
"Russland kann der Versuchung nicht widerstehen und möchte in den letzten Tagen der Winterkälte den Ukrainern einen schmerzhaften Schlag zufügen", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Der Ukrainer warf Moskau erneut vor, im Gegensatz zu Kiew nicht zu Kompromissen bereit zu sein.
Das ukrainische Militär nahm seinerseits Ziele in Russland ins Visier. Im Süden von Russland kam es nach einem Drohnenangriff in Ilski zu einem Brand in einer Ölraffinerie. Verletzte gab es nicht.
Russland und die Ukraine setzen von Dienstag an unter US-Vermittlung ihre Verhandlungen über ein Ende des Krieges fort. Nach zwei Verhandlungsrunden in Abu Dhabi ist diesmal Genf in der Schweiz Ort der Gespräche. Dazu wird auch der US-Chefunterhändler Steve Witkoff erwartet. Die Verhandlungen sind für zwei Tage angesetzt.
Russland will nach Kremlangaben über die strittigen Gebietsfragen mit der Ukraine sprechen. Kiew lehnt einen Verzicht auf die von Russland geforderten Gebiete ab. Dazu gehören auch Gebiete in der Region Donezk, die die Ukraine selbst kontrolliert.
Kiew will über eine teilweise Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen verhandeln. Nach Russlands Schlägen gegen die Energieinfrastruktur machen der Ukraine Strom-, Wasser- und Heizungsausfälle zu schaffen - in einem ungewöhnlich harten Winter.
dpa/est