In Japan hat die Regierungspartei unter Führung der nationalkonservativen Ministerpräsidentin Takaichi den größten Wahlsieg ihrer Geschichte errungen. Als erste Partei seit dem Zweiten Weltkrieg gewann die Liberaldemokratische Partei (LDP) bei der Wahl zum Unterhaus allein mehr als zwei Drittel der 465 Sitze.
Japanische Medien berichten von einem Erdrutschsieg. Damit kann Takaichi nun Verfassungsänderungen vorantreiben und Gesetze verabschieden, selbst wenn diese vom Oberhaus abgelehnt werden.
Takaichi hatte das Amt der Ministerpräsidentin erst Ende Oktober nach dem Rücktritt ihres Vorgängers Ishiba übernommen. Im Januar hatte sie das Unterhaus aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Takaichi zählt zum rechten Flügel ihrer Liberaldemokratischen Partei.
Nach ihrem Wahlsieg will Takaichi die Gesprächskanäle zu China offen halten. Das Verhältnis zwischen den beiden Ländern ist angespannt. Wegen dieser Bedenken und Herausforderungen sei Kommunikation wichtig, so Takaichi. Die 64-Jährige hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im November einen möglichen Angriff Chinas auf Taiwan als existenzbedrohend für Japan bezeichnet.
Die japanische Ministerpräsidentin spricht sich für eine enge Zusammenarbeit mit den USA aus. Im März ist ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump vorgesehen.
dpa/jp/moko