In Frankreich ist das monatelange Ringen um den diesjährigen Haushalt beendet.
Die Minderheitsregierung unter Premierminister Sébastien Lecornu überstand zwei weitere Misstrauensvoten in der Nationalversammlung wegen des Budgetstreits. Der Haushalt 2026 gilt damit als offiziell beschlossen - und die Regierung bleibt im Amt.
Die Oppositionsparteien hatten beanstandet, dass Lecornu den Haushalt für das angelaufene Jahr mit einem Sonderartikel der französischen Verfassung ohne Endabstimmung durch die Nationalversammlung gedrückt hatte. Nach dem nun verabschiedeten Text soll das Haushaltsdefizit auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesenkt werden. Wegen der Schulden ist derzeit ein EU-Defizitverfahren gegen Frankreich anhängig.
dpa/sh