Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück im Norden Spaniens haben die Züge des Nah- und Regionalverkehrs ihren Betrieb wieder aufgenommen. Das teilte die katalanische Eisenbahngesellschaft Rodalies mit.
Der Bahnbetrieb in Katalonien war nach der Kollision eines Nahverkehrszuges mit einer umgestürzten Stützmauer am Dienstagabend eingestellt worden. Bei dem Unfall war einer der beiden Zugführer ums Leben gekommen und Dutzende Passagiere wurden verletzt, fünf davon schwer.
Besonders für Arbeitspendler war der Ausfall der Züge ein Riesenproblem. Normalerweise nutzen etwa 400.000 Menschen pro Tag die Bahn.
Unterdessen ist die Ursache für die verheerende Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Andalusien am Sonntagabend weiter unklar. Das Unglück könnte von einem Bruch in einer Schiene verursacht worden sein, so die vorläufige Einschätzung der offiziellen Untersuchungskommission.
Dem Untersuchungsbericht nach sind Kerben an den Laufflächen der Räder des Zuges festgestellt worden. Ähnliche Kerben seien auch an den Rädern von drei anderen Zügen gefunden worden, die kurz zuvor diesen Streckenabschnitt passiert hätten. Aber auch andere Hypothesen zur Unfallursache würden weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.
dpa/sh/okr