Am Donnerstag tritt der Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kraft. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte US-Präsident Trump vor einem Jahr den Austritt verfügt. WHO-Chef Tedros Ghebreyesus hofft, dass die USA ihre Entscheidung noch mal überdenken.
Trump wirft der WHO unter anderem Versagen in der Corona-Pandemie und Reformmangel vor. Außerdem beuge sich die Organisation politischem Druck aus China. Die USA waren in den letzten Jahren der größte Geldgeber der WHO.
Nach Trumps Amtsantritt zahlten sie weder den Mitgliedsbeitrag für 2024 noch für 2025. Zusammen geht es um 280 Millionen Dollar. Die WHO hat keine Handhabe, um das Geld einzufordern oder den Austritt zu verweigern.
Notgedrungen hat die WHO ein strammes Sparprogramm aufgelegt. Die Mitarbeiterzahl schrumpft bis Mitte des Jahres um rund ein Fünftel auf etwa 7300. Das Budget wurde in ähnlichem Umfang gekürzt.
dpa/sh