Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Spanien sind bislang 41 Tote geborgen worden. Die Behörden befürchten aber, dass die Zahl noch steigen könnte. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Grande-Marlaska. Es könnten sich deshalb noch zwei weitere Leichen in besonders stark zerstörten Waggons befinden. Zur möglichen Ursache sagte der Minister, ein Gleisschaden oder ein Fehler an einem der Züge seien nicht ausgeschlossen. Aber es seien noch alle Hypothesen offen.
Das Unglück hatte sich am Sonntagabend nordöstlich der Stadt Córdoba in Andalusien ereignet. Die beiden letzten Waggons eines Hochgeschwindigkeitszuges waren entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein aus der Gegenrichtung kommender Hochgeschwindigkeitszug krachte in diese Waggons und wurde aus den Schienen geworfen. Beide Züge waren zum Zeitpunkt der Kollision mit etwas mehr als 200 Kilometern pro Stunde unterwegs.
dpa/vk