Bei den Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge fast 4.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte bislang 3.919 Tote. Weitere knapp 9.000 Todesfälle würden noch untersucht. Neben 3.685 getöteten Demonstranten kamen demnach auch 178 Sicherheitskräfte ums Leben.
Das Internet im Iran bleibt unterdessen den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach außen, die das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen.
Ein vielfach geteiltes Video in den sozialen Netzwerken zeigt schreiende und fliehende Demonstranten in einem belebten Teil der Hauptstadt Teheran, als staatliche Repressionskräfte das Feuer auf die Menge eröffnen. Die tatsächliche Zahl der getöteten Demonstranten dürfte deutlich höher liegen.
dpa/vk