Bei einem schweren Eisenbahnunglück im südspanischen Andalusien sind am Sonntag mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 70 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Behörden gehen davon aus, dass in den Trümmern weitere Leichen liegen könnten.
Gegen 19:40 Uhr war ein Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Zu dem Zeitpunkt fuhr ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug dort vorbei und wurde von dem ersten Zug aus den Schienen geworfen. Die beiden vorderen Wagen stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden weitgehend zerstört.
Unter den Todesopfern ist einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar und wirft Rätsel auf. Die Strecke ist gerade, der Zug ziemlich neu und der betroffene Streckenabschnitt wurde erst kürzlich renoviert. Das Sicherheitssystem hätte einen solchen Unfall verhindern müssen, ohne dass der Lokführer eingreift, sagen Experten.
dpa/vk