Bei den Massenprotesten im Iran sind laut der britischen Zeitung "The Sunday Times" bis zu 18.000 Menschen getötet worden. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben von Mitarbeitern von Augenkliniken und Notaufnahmen.
Außerdem soll es zwischen 330.000 und 360.000 Verletzte gegeben haben. Mindestens 700 bis 1.000 Menschen hätten ein Auge verloren. In einer Augenklinik in der iranischen Hauptstadt Teheran seien 7.000 Augenverletzungen dokumentiert worden.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass mindestens 5.000 Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen seien, unter ihnen auch 500 Angehörige der Sicherheitskräfte. Reuters beruft sich dabei auf einen anonymen iranischen Beamten.
Irans oberster Führer Ayatollah Chamenei hatte bereits am Samstag gesagt, dass bei den Protesten Tausende Menschen ums Leben gekommen seien. Schuld seien aber nicht die iranischen Sicherheitskräften sondern US-Präsident Trump.
Wie viele Opfer es tatsächlich gibt, ist schwierig zu erfahren. Grund ist eine vom Iran verhängte Internetsperre. Diese soll inzwischen aber teilweise wieder aufgehoben sein.
belga/vk