Südkoreas Ex-Präsident Yoon ist wegen Behinderung der Justiz zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Vor gut einem Jahr hatte der konservative Politiker überraschend das Kriegsrecht verhängt und das Land in eine Staatskrise gestürzt. Das zentrale Bezirksgericht Seoul befand nun, dass der 65-Jährige unter anderem mit Hilfe des präsidialen Sicherheitsdienstes seine Verhaftung verhindert sowie mehrere Beweisdokumente gegen ihn gelöscht hat.
Anfang Dezember 2024 hatte Yoon im Zuge eines Haushaltsstreits mit der Opposition überraschend das Kriegsrecht ausgerufen. Der konservative Politiker begründete die radikale Maßnahme mit dem Schutz der freiheitlichen Ordnung Südkoreas. Für seine Anschuldigungen legte Yoon keine Beweise vor.
dpa/sh