Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, nach denen die Vereinigten Staaten vorerst von einem militärischen Eingreifen im Iran absehen, haben den Anstieg des Ölpreises aufgehalten. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte Brent ging um vier Prozent zurück, nachdem er innerhalb einer Woche um elf Prozent gestiegen war.
Ein hochrangiger saudischer Beamter hat unterdessen mitgeteilt, dass Saudi-Arabien, Katar und Oman Trump davon abgebracht hätten, einen Militäreinsatz im Iran durchzuführen.
In der Islamischen Republik war es zu Massenprotesten gegen die Staatsführung gekommen. Eine iranische Menschenrechtsgruppierung mit Sitz in Oslo geht davon aus, dass im Iran mehr als 3.400 Demonstranten von Sicherheitskräften getötet wurden. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. Die iranische Staatsführung ließ im Laufe der Proteste die Internetverbindung kappen.
Ausgelöst wurde die Protestwelle Ende Dezember durch eine schwere Wirtschaftskrise im Iran. Die Regierung zeigte sich zunächst kompromissbereit. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Protesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik.
belga/dpa/rtbf/moko