Die Justiz im Iran hat für die Verdächtigen, die bei den Protesten festgenommen wurden, "schnelle" Prozesse angekündigt. Das berichtete das iranische Staatsfernsehen am Mittwoch.
Die Prozesse sollen als öffentliche Schauprozesse stattfinden. Menschenrechtsorganisationen gaben an, dass seit Ausbruch der Proteste vor gut zwei Wochen bereits Tausende von Menschen festgenommen worden seien. Die Rede ist von über 18.000 bestätigten Festnahmen.
Sie befürchten viele Todesurteile. Möglicherweise komme es bereits am Mittwoch zu ersten Hinrichtungen.
Nach Angaben von Menschenrechtlern kamen bislang bei den Protesten rund 2.600 Menschen ums Leben. Ein regimekritsicher Exilsender mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten.
Die Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, Demonstranten gezielt erschossen und das Ausmaß der brutalen Unterdrückung durch eine Internetsperre verschleiert zu haben.
belga/dlf/vk