In der Ukraine haben Ermittler der Antikorruptionsbehörden das Parteibüro der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko durchsucht.
Die Chefin der Vaterlandspartei soll versucht haben, mit Geldzahlungen das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten zu beeinflussen. Timoschenko sprach auf Facebook von einer "PR-Aktion" und wies alle Anschuldigungen zurück. Bei der Razzia seien Telefone, Dokumente und Geld beschlagnahmt worden. Der Politikerin drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Julia Timoschenko war von 2007 bis 2010 Ministerpräsidentin der Ukraine. Zwischen 2011 und 2014 saß sie nach einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs im Gefängnis. Die Verfahren gegen Timoschenko wurden damals international als politisch motiviert kritisiert.
dpa/jp