In Europa haben Landwirte am Samstag ihren Protest gegen das Mercosur-Handelsabkommen mit südamerikanischen Ländern fortgesetzt. In Frankreich beendete die Polizei eine tagelange Blockade eines Kraftstoffdepots in der Nähe von Bordeaux. In Irland demonstrierten Tausende Landwirte gegen das Abkommen.
In Brüssel hat ein Bauer mehrere Tonnen Kartoffeln auf der Grand Place abgekippt. Passanten sollen sich kostenlos bedienen. Es sei eine symbolische Aktion, um auszudrücken, dass dem Bauern die Kartoffeln nichts mehr einbrächten.
Eine große Mehrheit der Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmte diese Woche einem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zu.
Viele Landwirte in Europa sind besorgt über die Folgen dieses Abkommens. Sie befürchten, dass sie von Landwirten aus den südamerikanischen Ländern aus dem Markt gedrängt werden. Bauern in Lateinamerika können günstiger produzieren. Unter anderem auch, weil dort weniger strenge Vorschriften gelten.
belga/okr