US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez offen gedroht.
Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch "schlimmere Situation" drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben.
Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift "The Atlantic" gesagt, wenn Rodríguez nicht das Richtige tue, werde sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro. Was genau er damit meinte, blieb offen. Der entmachtete Maduro wird in einem Gefängnis in New York festgehalten und wegen Drogenhandels vor Gericht gestellt werden.
Rodríguez hatte sich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gegeben. Sonntag zeigte sie sich jedoch bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. Sie fordert allerdings eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.
Trump und Außenminister Marco Rubio wollen, dass die US-Regierung den künftigen Kurs des südamerikanischen Landes führend mitbestimmen will. Neuwahlen in dem südamerikanischen Land sieht Trump derzeit nicht als Priorität. Als wichtigste Schritte nannte er ,die Ölindustrie wieder in Gang zu bringen und das Land wieder aufzubauen. Erst dann könnten Wahlen abgehalten werden.
Kubaner bei Angriff getötet
Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt worden, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte. Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz.
Die Regierung in Havanna ordnete zum Gedenken eine zweitägige Staatstrauer an. Montag und Dienstag würden die Flaggen vor öffentlichen Gebäuden und Militärstützpunkten auf halbmast gesetzt, hieß es in einem von Präsident Díaz-Canel unterzeichneten Dekret.
dpa/sh