US-Präsident Donald Trump hat sich in die Proteste im Iran eingeschaltet und mit einem Eingreifen gedroht. Seit mehreren Tagen gehen im Iran Menschen aus Protest gegen die Regierung auf die Straße. Es ist die größte Protestwelle seit den landesweiten Aufständen vor rund drei Jahren.
Trump sagte auf seiner Online-Plattform Truth Social, wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, würden die USA ihnen zu Hilfe kommen. Was er konkret vorhat, ließ der US-Präsident offen.
Aus dem Iran folgte prompt eine scharfe Reaktion. Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, schrieb, Trump sollte wissen, dass eine Einmischung der USA in diese innere Angelegenheit die gesamte Region destabilisieren würde. Auch Ali Schamchani, ein ranghoher Berater der Staatsführung, warnte mit drastischen Worten: Jede eingreifende Hand, die sich unter dem Vorwand der Sicherheit nähere, werde abgeschnitten.
Die Proteste im Iran waren durch einen plötzlichen Einbruch der Devisenkurse am vergangenen Sonntag ausgelöst worden. Spontan zogen vor allem Händler in der Hauptstadt Teheran auf die Straße.
Inzwischen erfassen die Demonstrationen auch andere Landesteile und Bevölkerungsschichten. Die Unzufriedenheit im Land wächst seit Jahren, befeuert durch fehlende Perspektiven, wirtschaftliche Not, Klimakrise und politische Repression.
dpa/est