Die Zahl der Todesopfer durch hohe Wellen auf der Ferieninsel Teneriffa hat sich Medienberichten zufolge auf vier erhöht. Eine Frau, die zunächst noch in ein Krankenhaus geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE.
Sonntag hatten Rettungskräfte drei Menschen nur noch tot bergen können, die von gewaltigen Wellen ins Meer gerissen worden waren. Nach einer fünften Person, bei der es sich um eine Frau handele, werde weiter gesucht. Die Menschen waren in einem Naturschwimmbecken im Westen der spanischen Urlauberinsel von den hohen Wellen überrascht worden. Die Wellen stiegen den Angaben nach in das durch eine Steinmauer vom offenen Meer getrennte Schwimmareal ein und brandeten gegen umliegende Felsen. Anschließend habe der Sog des ins Meer zurückströmenden Wassers Menschen mitgerissen.
Die Behörden hatten seit Freitag vor hohem Wellengang an den Küsten mehrerer Inseln gewarnt. Die Gefahr wird jedoch leicht unterschätzt, weil hohe Wellen auch bei ruhigem, windstillem Wetter auftreten können. Sie können sich durch weit entfernte Stürme im Atlantik bilden und krachen dann auf die steil aus dem Meer aufsteigenden Kanarischen Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind.
Erst am 8. November hatten mehrere Riesenwellen auf Teneriffa zahlreiche Menschen ins Meer gespült - darunter auch viele Touristen vor allem aus Frankreich. Bei verschiedenen Zwischenfällen an den Küsten kamen damals drei Menschen ums Leben. Insgesamt 15 wurden verletzt. Die Küsten der Kanaren gelten als gefährlich. Insgesamt wurden auf allen Kanaren-Inseln seit Januar Medienberichten zufolge etwa 60 Ertrunkene gezählt.
dpa/belga/jp