Bei israelischen Luftangriffen sind am Samstag im Gazastreifen 76 Menschen getötet worden. Das meldet die palästinensische Presseagentur Wafa und beruft sich auf Krankenhausangaben.
Das israelische Militär hat Gaza-Stadt am Freitag zum gefährlichen Kampfgebiet erklärt. Dennoch habe es keine Evakuierungsaufrufe vor dem Großangriff am Samstag gegeben.
Der Nachrichtensender Al-Dschasira spricht von mindestens 47 Toten in Gaza-Stadt. Zudem habe die israelische Armee mehrere Häuser zerstört.
Israels Verteidigungsminister Katz: Hamas-Sprecher ist "ausgeschaltet"
Israels Verteidigungsminister Katz hat den Sprecher des militärischen Arms der Hamas, Abu Obeida, für tot erklärt. Israel habe ihn in Gaza "ausgeschaltet". Bereits zuvor hatte Israels Premierminister Netanjahu den Angriff vermeldet, aber betont, dass das Ergebnis noch unklar sei. Später bestätigte dann die Armee den Tod von Obeida.
Die Hamas hat seinen Tod bisher nicht bestätigt. Aus ihren Reihen hieß es, entsprechende Gerüchte seien Teil von Israels psychologischer Kriegsführung.
Seit Beginn des Krieges wurden laut Israel mehrere hochrangige Hamas-Kommandeure getötet. Nach Angaben der der Hamas nahestehenden Gesundheitsbehörde starben bislang fast 63.500 Palästinenser, wobei hier nicht zwischen Zivilisten und Terrorkämpfern unterschieden wird.
Die Angaben können zwar nicht unabhängig überprüft werden, werden von den Vereinten Nationen aber als glaubwürdig eingeschätzt.
belga/dpa/sh/fk