Die von Russland angegriffene Ukraine hat die erste Nacht ohne Drohnenangriffe im Jahr 2025 erlebt.
Die ukrainische Luftwaffe meldete in ihrer Statistik allerdings den Einsatz von zwei abgefeuerten Marschflugkörpern. Beide Raketen seien rechtzeitig abgeschossen worden. Zuletzt gab es eine Nacht ohne russische Drohnenangriffe im Dezember vergangenen Jahres.
Das russische Militär griff seither täglich Ziele im ukrainischen Hinterland vor allem in der Dunkelheit mit Dutzenden Kampfdrohnen an. Seit Jahresbeginn wurden dabei nach Kiewer Zählung mehr als 10.700 Kampfdrohnen und Köderdrohnen eingesetzt. Diese tragen keinen Sprengstoff, sondern sollen die ukrainische Flugabwehr ablenken. Allein im März waren es den Angaben zufolge mehr als 4.200 Flugobjekte.
Die USA wollen zwischen Russland und der Ukraine eine Waffenruhe und anschließend eine Friedenslösung vermitteln und haben dabei Moskau mit neuen Sanktionen gedroht. Ob das Aussetzen der Drohnenangriffe damit in Verbindung steht oder eine andere Ursache hat, war zunächst unklar.
Dienstagmorgen gab es nach ukrainischen Angaben einen russischen Angriff auf Energieinfrastruktur in der Stadt Cherson. Seitdem seien 45.000 Menschen der Region ohne Strom. Der ukrainische Außenminister Sybiha beschuldigte Russland, wieder gegen die Teil-Waffenruhe verstoßen zu haben, die von den USA vorgeschlagen worden war.
De Wever kommende Woche in der Ukraine
Premierminster Bart De Wever wird voraussichtlich am 7. April die Ukraine besuchen. Das hat De Wever am Dienstag in der Kammer angekündigt. Er wird vermutlich von Verteidigungsminister Theo Francken begleitet. De Wever sagte, er werde nicht mit leeren Händen in Kiew ankommen. Einzelheiten nannte er nicht.
Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte Ende Februar eine Einladung an De Wever ausgesprochen. Anfang März war Selenskyj in Brüssel mit dem belgischen Premier zu einem Gespräch zusammengekommen.
dpa/est