Nach dem verheerenden Erdbeben von Myanmar setzen die Rettungskräfte die Such- und Bergungsarbeiten fort. In Thailands Hauptstadt Bangkok bargen die Helfer bereits 17 Tote aus den Trümmern eines eingestürzten Wolkenkratzers. Sie vermuten dort weitere Menschen.
Aus Myanmar dringen nur wenige Informationen nach außen. Die regierende Militärjunta bestätigte bislang 1.644 Tote. Experten befürchten jedoch, dass weit mehr Menschen ums Leben gekommen sein könnten.
Die Lage in dem Land ist dramatisch. Wie auf Fotos zu sehen ist, sind etliche Häuser in sich zusammengebrochen, Brücken eingestürzt und ein Krankenhaus wurde völlig zerstört.
Das kräftigste Beben ereignete sich nahe Mandalay, der zweitgrößten Stadt in Myanmar, mit einer Stärke von 7,7. Ein paar Minuten später folgte etwas südlich davon ein weiteres starkes Erbeben mit einer Stärke von mindestens 6,5. Es gab zahlreiche weitere Nachbeben.
Auch in Teilen von China und Vietnam waren die großen Beben deutlich zu spüren.
Myanmars Schattenregierung will Kampfpause nach Erdbeben
Die Opposition in Myanmar hat eine einseitige Kampfpause für die Zeit der Rettungsarbeiten angekündigt. Jegliche Angriffe würden für zwei Wochen ausgesetzt, erklärte die Schattenregierung, die sich nach dem Militärputsch von 2021 als Alternative zur regierenden Junta gebildet hatte. Ausgenommen seien allerdings "Verteidigungshandlungen", hieß es.
Medienberichten zufolge setzte die Militär-Junta auch kurz nach den Erdbeben ihre Angriffe gegen Rebellengruppen fort. Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar forderte in einem BBC-Interview von der Junta eine Unterbrechung aller Militäroperationen.
dpa/vk