Israel setzt seine Angriffe im Gazastreifen fort. Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza sind nach einem Medienbericht am Mittwoch viele Menschen getötet und verletzt worden.
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete von "Dutzenden von Toten und Verletzten", nannte aber keine genaue Zahl. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund zwei Monaten hatte die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag wieder verstärkt Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 400 Menschen getötet.
Tausende Menschen haben zum Protest gegen die Politik der rechtsreligiösen Regierung am Mittwoch an einem Marsch in Richtung Jerusalem teilgenommen. Eine zentrale Schnellstraße, die in die Stadt führt, wurde wegen des Marsches gesperrt. Die Demonstranten protestieren gegen die neuen israelischen Angriffe im Gazakrieg und gegen die angekündigte Entlassung des Inlandsgeheimdienstchefs.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntagabend die Entlassung von Schin-Bet-Chef Ronen Bar angekündigt. Als Grund nannte er einen "Mangel an Vertrauen" in den Geheimdienstchef.
In einer Untersuchung des Inlandsgeheimdienstes über die Fehler, die das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 ermöglicht hatten, war Netanjahus Politik zuletzt auch kritisiert worden. Außerdem ermittelt Schin Bet zu mutmaßlichen illegalen Beziehungen von Vertrauten Netanjahus mit Katar.
dpa/est