Frankreichs Präsident Macron hat am Mittwoch mit anderen europäischen Staatschefs über die Lage in der Ukraine beraten. An der Videokonferenz nahmen neben Frankreich 19 europäische Länder und Kanada teil. Auch Premierminister Bart De Wever war zugeschaltet.
Die Teilnehmer erklärten, an Bemühungen um einen Frieden müsse die Ukraine immer beteiligt und ihre Rechte müssten respektiert werden. Bei Friedensverhandlungen müsse auch Europa mit am Tisch sitzen.
Nach Angaben des Weißen Hauses werden der französische Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer in der kommenden Woche zu Gesprächen über die Ukraine im Weißen Haus in Washington erwartet.
Trump kritisiert Selenskyj
US-Präsident Donald Trump teilt weiter gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus. Er wirft Selenskyj den angeblichen Bruch einer Vereinbarung zu Rohstoffen vor. Trump sagte bei einer Veranstaltung in Miami, die Ukraine habe eine Vereinbarung über seltene Erden und andere Dinge gebrochen.
Trump knüpft die Hilfe der USA an den Zugang zu seltenen Erden aus der Ukraine, deren Ausbeutung wirtschaftlich lukrativ und strategisch bedeutsam ist.
Trump hatte Selenskyj zuletzt einen "Diktator ohne Wahlen" genannt. Er mache einen "fürchterlichen Job" und müsse rasch handeln, bevor er "gar kein Land mehr habe".
Selenskyj betont Bedeutung eines guten Verhältnisses zu den USA
Trotz der Verbalattacken von Donald Trump hat der ukrainische Präsident Selenskyj die Bedeutung eines guten Verhältnisses mit Washington unterstrichen. Für Donnerstag sei ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Keith Kellogg anberaumt, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.
Für die Ukraine sei es sehr wichtig, dass dieses Treffen und die Arbeit mit Amerika insgesamt konstruktiv seien. Nur so könne ein stabiler Frieden für die Ukraine gewährleistet werden.
belga/dpa/orf/est