Nach dem Stopp der Geiselfreilassungen durch die islamistische Hamas steht die ohnehin brüchige Waffenruhe mit Israel im Gazastreifen auf der Kippe.
Die Hamas hatte die für diesen Samstag vorgesehene nächste Freilassung von israelischen Geiseln auf unbestimmte Zeit verschoben. Zur Begründung teilte ein Hamas-Sprecher mit, Israel halte sich nicht an die Vereinbarungen zur Waffenruhe. Israel verzögere die Rückkehr von Palästinensern in der Norden des Gazastreifens und behindere die Einfuhr von humanitären Gütern.
Israel weist Vorwürfe zurück
Israel hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Israels Verteidigungsminister Katz versetzte die Armee, die noch im Gazastreifen stationiert ist, in höchste Alarmbereitschaft.
Trump stellt Hamas Ultimatum
US-Präsident Donald Trump hat der Hamas ein Ultimatum zur Freilassung aller restlichen Geiseln gesetzt. Er drohte mit harten Konsequenzen, falls die Islamisten seiner Forderung nicht nachkommen sollten.
Trump sprach sich dafür aus, die zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation ausgehandelte Waffenruhe aufzukündigen, falls nicht alle verbliebenen Geiseln bis Samstagmittag 12 Uhr frei seien.
Wenn das nicht geschehe, dann "breche die Hölle los", drohte Trump im Weißen Haus in Washington. Er betonte aber, die Entscheidung darüber liege bei Israel.
dpa/est