Wegen einer besorgniserregenden Variante der gefährlichen Krankheit Mpox in Afrika soll bald der Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tagen. Das hat WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Pressekonferenz mitgeteilt.
Dieser Notfallausschuss berät in der Frage, ob eine "Notlage internationaler Tragweite" ausgerufen werden soll. Mit so einem Schritt würden Regierungen dafür sensibilisiert werden, die Situation genau zu beobachten und sich auf eine mögliche Ausbreitung vorzubereiten.
Neue Fälle sind aus vier Ländern in Afrika gemeldet worden, die vorher keine Mpox-Fälle kannten: Burundi, Ruanda, Kenia und Uganda. Es bestehe das Risiko, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet und auch ferne Länder erreicht, sagte die WHO-Mpox-Expertin Rosamund Lewis. Die WHO betonte aber, dass sie keine Reisebeschränkungen empfehle.
Vor zwei Jahren wurde schon einmal eine Mpox-Notlage ausgerufen. Allerdings ist im vergangenen Jahr in der Demokratischen Republik Kongo eine neue Variante aufgetaucht, die nach Angaben der WHO gefährlicher sein könnte als vorherige Varianten.
Mpox löst Hautausschlag aus und die Betroffenen entwickeln oft hohes Fieber und Muskelschmerzen. Die Krankheit wurde früher "Affenpocken" genannt. Sie ist vor allem für Kinder gefährlich.
dpa/fk