2010: Mehr als 100 Journalisten bei der Arbeit getötet

Der Journalismus bleibt in vielen Teilen der Welt ein gefährlicher Beruf: In diesem Jahr wurden 105 Journalisten in 33 Ländern bei der Arbeit getötet. Das geht aus der jährlichen Erhebung hervor, die die unabhängige Nichtregierungsorganisation Press Emblem Campaign (PEC) am Montag in Genf veröffentlichte.

Der Journalist Nahum Palacios (36) wurde am 12. März 2010 in Honduras ermordet

Der Journalist Nahum Palacios (36) wurde am 12. März 2010 in Honduras ermordet

PEC-Generalsekretär und Journalist Blaise Lempen sprach von einer «Epidemie ohne Heilmittel», die die Staaten nicht in den Griff bekämen.

Im einzelnen zählt die Organisation auf, dass in Mexiko die Medienleute im Drogenkrieg umkamen, in Pakistan wurden die meisten in den Grenzregionen zu Afghanistan getötet.

Neun getötete Journalisten gab es in Honduras, acht waren es seit Beginn 2010 im Irak, sechs auf den Philippinen, fünf in Russland und vier in Kolumbien. In Somalia, Indonesien und Nepal kamen jeweils drei Journalisten bei der Arbeit gewaltsam ums Leben.

Insgesamt gilt Lateinamerika als gefährlichstes Pflaster für Journalisten. Dort wurden 35 Kollegen getötet. In Europa wurden zwölf Todesopfer gezählt, etwa in Bulgarien, auf Zypern, in Griechenland oder in der Ukraine.

Heinz P. Dietrich (dpa) - Bild: epa