Irak holt über 400 Landsleute aus Belarus zurück

Der Irak holt Hunderte seiner Landsleute aus Belarus zurück. Sie kehren freiwillig zurück, weil sie an der schwer bewachten Grenze zu Polen nicht in die Europäische Union einreisen können.

Migranten aus dem Irak beim Einchecken in Minsk (Bild: Andrei Pokumeiko/Belta/AFP)

Migranten aus dem Irak beim Einchecken in Minsk (Bild: Andrei Pokumeiko/Belta/AFP)

Ein Flugzeug der Iraqi Airways bringt am Donnerstagnachmittag rund 430 Migranten, überwiegend Kurden, nach Erbil und Bagdad. Die irakische Regierung hatte diesen Schritt Anfang der Woche angekündigt.

Kurden aus dem Irak und Syrien machen einen beträchtlichen Teil der etwa 4.000 Migranten und Flüchtlinge aus, die versuchen, über die Wälder nach Polen, Litauen oder Lettland zu gelangen.

Seit Monaten beschuldigen die EU-Länder Präsident Lukaschenko, als Vergeltung für die europäischen Sanktionen eine Migrantenkrise zu organisieren. Die Menschen konnten problemlos nach Belarus fliegen, trafen aber an der Grenze bei eisiger Kälte auf Militärpersonal und Stacheldraht.

Fluggesellschaften aus Ländern wie dem Libanon und der Türkei haben auf Druck der EU bereits den Transport von Menschen aus dem Irak und Syrien in die belarussische Hauptstadt Minsk eingestellt.

belga/vk