Myanmar: Suu Kyi sagt erstmals vor Gericht aus

Im Prozess gegen Myanmars entmachtete politische Führung hat die unter Hausarrest gestellte Regierungschefin Aung San Suu Kyi erstmals seit dem Putsch selbst vor Gericht ausgesagt.

Aung San Suu Kyi am 25.2. in Naypyidaw

Aung San Suu Kyi (Archivbild: Aung Htet/AFP)

Jedoch wurden nur wenige Details der Anhörung bekannt, weil die regierende Militärjunta ihrem Anwaltsteam ein Redeverbot erteilt hat. Außerdem hat sie jede Kommunikation mit Medien, Diplomaten, internationalen Organisationen und ausländischen Regierungen untersagt.

Örtliche Medien berichten, Suu Kyi habe ihre Unschuld sehr gut verteidigt. Sie steht seit dem Militärputsch von Anfang Februar unter Hausarrest. Die Justiz wirft der Friedensnobelpreisträgerin ein halbes Dutzend Vergehen vor. Ihr drohen langjährige Haftstrafen. Beobachter und Menschenrechtsexperten sprechen von einem Schauprozess.

dpa/sh