US-Beauftragter für Haiti geht – wohl aus Protest gegen Abschiebungen

Der US-Sondergesandte für Haiti hat seinen Rücktritt eingereicht - laut Medienberichten aus Protest gegen die Abschiebung Tausender Migranten aus den USA in den bitterarmen Karibikstaat.

Das US-Außenministerium teilte auf Anfrage mit, der Haiti-Beauftragte Daniel Foote habe Außenminister Antony Blinken am Mittwoch über seinen Rückzug informiert.

Mehrere US-Medien, darunter der Sender PBS und die „Washington Post“, zitierten aus dem Schreiben an Blinken. Foote gab demnach zur Begründung an, er wolle nicht mit der „unmenschlichen“ und „kontraproduktiven“ Entscheidung der US-Regierung in Verbindung gebracht werden, Tausende Migranten in den Karibikstaat abzuschieben.

Foote kritisierte den Berichten zufolge in dem Brief den Kurs der Regierung von US-Präsident Joe Biden gegenüber Haiti insgesamt scharf und beklagte, seine Empfehlungen in der Frage seien ignoriert und abgetan worden. Angesichts der höchst prekären Lage in Haiti sei das Land nicht imstande, Tausende Migranten aufzunehmen. Foote hatte seinen Posten erst Ende Juli angetreten.

dpa/est