Haïtis Präsident Moïse getötet

Der Präsident von Haïti, Jovenel Moïse, ist am Mittwoch in seinem Haus von einem Kommando überfallen und dabei getötet worden. Das erklärte der scheidende haïtianische Premierminister Claude Joseph.

Jovenel Moïse im Oktober 2019 (Archivbild: Valerie Baeriswyl/AFP)

Jovenel Moïse im Oktober 2019 (Archivbild: Valerie Baeriswyl/AFP)

Er rief zur Ruhe auf und erklärte, Polizei und Armee hätten die Sicherheitslage unter Kontrolle.

Die Karibikinsel ist das ärmste Land in Amerika und leidet unter Gewalt und Korruption. Die Organisierte Kriminialität ist hoch. Moïse werden Verbindungen zu kriminellen Banden vorgeworfen.

Moïse war seit 2017 Präsident von Haïti. Seit anderthalb Jahren gibt es kein Parlament in Haïti. Moïse regierte seitdem per Dekret.

UN-Sicherheitsrat, USA und EU hatten dazu aufgerufen, vor Ende des Jahres freie und transparente Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzuhalten.

Moïse hatte am Montag angekündigt, einen neuen Premierminister zu ernennen, der die Wahlen organisieren sollte.

belga/dpa/vk