Regierung bestätigt Cholera-Ausbruch in Haiti

Die haitianische Regierung hat am Freitag den Ausbruch von Cholera-Erkrankungen bestätigt. Damit steht Haiti neun Monate nach dem verheerenden Erdbeben am Rande einer neuen Katastrophe.

Haiti: Lage bleibt schwierig

Bedroht jetzt auch noch Cholera die Menschen in Haiti?

Etwa 140 Menschen sollen in dem ärmsten Land Amerikas bereits an der Durchfallerkrankung gestorben sein, nachdem sie dreckiges Wasser getrunken haben.

Rund 1.500 Menschen im Gebiet Artibonité nördlich von Port-au-Prince seien erkrankt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde eingeschaltet.

Seit dem Erdbeben in Haiti leben Hunderttausende Menschen in Flüchtlingslagern.

Cholera verursacht lebensbedrohliche Durchfälle

Die Cholera ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Bakterien (Vibrio cholerae) ausgelöst wird. Die meisten Menschen infizieren sich durch Trinkwasser, das von Fäkalien verschmutzt ist. Die Bakterien setzen sich im Dünndarm fest und sondern ein Gift ab.

Typische Symptome sind starke Durchfälle sowie Erbrechen. Die Patienten können mehr als 20 Liter Flüssigkeit am Tag verlieren – und damit auch viele Mineralien. Dies kann ein Nierenversagen und einen Kreislaufkollaps verursachen. Erkrankte können innerhalb weniger Stunden austrocknen und verdursten. Unbehandelt führt die Cholera oft zum Tod.

dpa /jp/jd - Bild:epa

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