Amnesty wirft US-Polizei schwere Menschenrechtsverletzungen vor

In den USA hat die Polizei laut einem Bericht von Amnesty International bei ihren Einsätzen gegen Anti-Rassismus-Demonstranten in den vergangenen Monaten schwere Menschenrechtsverletzungen begangen.

Die Sicherheitskräfte hätten wiederholt körperliche Gewalt, chemische Reizstoffe wie Tränengas und Pfefferspray sowie Geschosse eingesetzt, um friedliche Proteste aufzulösen. Die Proteste waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai ausgelöst worden.

In dem Bericht listet Amnesty „unverhältnismäßige und oft exzessive Gewalt“ gegen Menschen in 40 US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington D.C. auf. Opfer seien nicht nur Demonstranten geworden, sondern auch Rettungskräfte und Journalisten.

Die Organisation forderte ein härteres Vorgehen gegen gewalttätige Polizisten, auch hochrangige Beamte. Alle müssten in Straf- oder Disziplinarverfahren zur Rechenschaft gezogen werden.

dpa/km