Studie zeigt rasanten Gletscherschwund in den Alpen

Der Klimawandel lässt die Gletscher in den Alpen rasch schwinden. Laut einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg verloren die Gletscher seit der Jahrtausendwende bis 2014 etwa ein Sechstel ihres Eisvolumens - mehr als 22 Kubikkilometer.

Blick auf das Matterhorn

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / tsuguliev

Das schreiben die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

In der Studie untersuchten die Geografen erstmals die kompletten Alpen statt nur einzelne Gletscher oder Regionen. Dafür nutzten sie Daten von Radarsatelliten, um dreidimensionale Modelle der Erdoberfläche zu erstellen, und kombinierten diese mit optischen Satelliten-Aufnahmen. Dadurch konnten sie Fläche und Höhe der Gletscher messen.

Den größten Eisverlust stellten die Forscher in den Schweizer Alpen fest. So schmolz die Oberfläche des Großen Aletschgletschers im Schweizer Wallis, dem größten Gletscher der Alpen, um mehr als fünf Meter pro Jahr in den unteren Lagen.

In den höchsten Lagen der Zentralalpen scheint es dagegen noch keine Eisschmelze zu geben. Ganz anders in den Randgebirgen: Da beobachteten die Forscher einen Rückgang der Gletscher auch in den höheren Lagen. Das spreche dafür, dass die Randbereiche die ersten Regionen sein werden, die künftig eisfrei sind.

dpa/km