Kramp-Karrenbauer verzichtet auf Kanzlerkandidatur und CDU-Vorsitz

Paukenschlag bei der CDU in Deutschland: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihren Rückzug bekanntgegeben.

Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivbild: Danny Gohlke/AFP)

Archivbild: Danny Gohlke/AFP

Sie will auf eine Kandidatur als Kanzlerkandidatin verzichten. Auch den Parteivorsitz will sie abgeben.

Die CDU-Vorsitzende zog damit ihre Konsequenzen aus dem Debakel um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Es gebe ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit AfD und Linken, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie sei strikt gegen eine Zusammenarbeit mit beiden Parteien. Damit stürzt die CDU nur 14 Monate nach der Wahl von Kramp-Karrenbauer an die Parteispitze in eine tiefe Krise.

Kramp-Karrenbauer will zum Sommer den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren, die Partei weiter auf die Zukunft vorbereiten und dann den Parteivorsitz abgeben.

Merkel bedauert geplanten Rückzug von Kramp-Karrenbauer

In Deutschland hat Kanzlerin Merkel die Entscheidung ihrer Parteigenossin Kramp-Karrenbauer bedauert, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten und auch den CDU-Vorsitz mittelfristig wieder abzugeben.

Merkel dankte Kramp-Karrenbauer dafür, dass sie den Prozess zur Klärung der Kanzlerkandidatenfrage weiter begleiten wolle. Auf Wunsch der Kanzlerin wird die CDU-Chefin bis zum Ende der Legislatur Verteidigungsministerin bleiben.

dpa/est