Generalstreik auf griechischen Inseln

Aus Protest gegen die restlos überfüllten Migrantenlager sind die griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos in den Streik getreten.

Flüchtlingslager auf Lesbos (Bild: Aris Messinis/AFP)

Flüchtlingslager auf Lesbos (Bild: Aris Messinis/AFP)

Alle Regional- und Kommunalbehörden und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Die Bürgermeister und Verbände fast aller Berufe dieser Eilande fordern mit diesem Streik die sofortige Entlastung der Inseln.

Die Regierung in Athen solle dafür sorgen, dass die Migranten, die aus der Türkei täglich übersetzen, nach ihrer Registrierung auf den Inseln zum Festland gebracht werden, erklärten Regionalpolitiker und Händlerverbände.

In und um die Registrierlager auf den Inseln der Ostägäis harren knapp 42.000 Menschen aus. Täglich setzen neue Migranten aus der Türkei über.

Wegen Personalmangels konnte bislang die Rückführung von Migranten ohne Schutzrecht in die Türkei nicht richtig funktionieren.

Die EU hatte 2016 vereinbart, dass die Türkei alle Migranten zurück nimmt, die auf diesen Insel ankommen und kein Asyl in Griechenland bekommen.

dpa/jp

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