Rentenreform: Streiks in Frankreich gehen weiter – jetzt auch Lkw-Fahrer beteiligt

Die Streiks in Frankreich haben sich ausgeweitet. Erstmals folgten am Montag auch Lkw-Fahrer einem Aufruf der Gewerkschaften.

Pendler stehen an einem Pariser U-Bahnhof

Pendler stehen am Pariser U-Bahnhof Châtelet (Bild: Martin Bureau/BELGA)

Mit sogenannten Schneckentempo-Aktionen sorgten sie auf Nationalstraßen und Autobahnen rund um Paris, Straßburg, Lyon und Toulouse für Verkehrsbehinderungen.

Rund um Paris bildeten sich am Montagmorgen Staus von mehr als 600 Kilometern Länge.

Auch Mitarbeiter der Logistikbranche beteiligen sich an den Streik-Aktionen. Bei Marseille und Lens blockierten sie Logistikzentren.

Die Proteste dauern mittlerweile eineinhalb Wochen und richten sich gegen Regierungs-Pläne, das Rentensystem zu vereinheitlichen und dafür Vorteile für einzelne Berufsgruppen abzuschaffen.

Premierminister Édouard Philippe hatte in der vergangenen Woche Zugeständnisse bei der Rentenreform gemacht. Diese reichen den Gewerkschaften aber nicht aus.

Für Dienstag haben die Gewerkschaften zu landesweiten Aktionen gegen die geplante Rentenreform aufgerufen.

Einige der Gewerkschaften signalisierten bereits, dass sie auch an Weihnachten den Streik fortsetzen wollen. Die größte Bahngewerkschaft CGT-Cheminots hat gedroht, es werde „keinen Waffenstillstand zu Weihnachten“ geben.

Macrons Beauftragter für die Rentenreform tritt zurück

dpa/est/jp/mh

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