Rentenreform in Frankreich: Premier macht nach Streiks Zugeständnisse

Der französische Premierminister Édouard Philippe hat die geplante Rentenreform der Regierung verteidigt. Die Zeit für ein einheitliches und gerechtes Rentensystem sei gekommen, sagte Philippe am Mittwoch bei der Vorstellung der Pläne in Paris.

Premierminister Édouard Philippe stellt die Rentenreformpläne vor (Bild: Thomas Samson/AFP)

Premierminister Édouard Philippe stellt die Rentenreformpläne vor (Bild: Thomas Samson/AFP)

Er versicherte, es gehe dem Staat dabei nicht um Einsparungen. Zudem erklärte er, man halte am Renteneintrittsalter von 62 Jahren fest. Wer ein ganzes Erwerbsleben gearbeitet habe, solle eine Rente von mindestens 1.000 Euro monatlich bekommen.

Nach den massiven Protesten und Streiks macht die französische Mitte-Regierung aber deutliche Zugeständnisse. Sie hält zwar an den Kernpunkten der Reform fest, allerdings gibt es lange Übergangsfristen.

Premier Philippe sprach von einer „sehr schrittweisen“ Einführung. So soll grundsätzlich der erste Jahrgang, der von dem neuen System betroffen sein wird, der Geburtsjahrgang 1975 sein – Beschäftigte, die heute in großer Mehrheit 44 Jahre alt sind. Bisher war bekannt geworden, dass die Reform für Beschäftigte vom Jahrgang 1963 an gelten soll.

Gegen die Rentenreform wird in Frankreich seit rund einer Woche massiv gestreikt und protestiert. Auch am Mittwoch führten die Streiks im Transportgewerbe zu erheblichen Beeinträchtigungen.

dpa/dlf/rkr/km

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