Internationaler Mädchentag: Mädchen und junge Frauen weltweit diskriminiert

Ungleiche Bezahlung im gleichen Job, weniger Frauen in Führungsetagen und die "metoo"-Debatte: Dass Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen diskriminiert werden, das dürfte mittlerweile angekommen sein in vielen Köpfen. Die Diskriminierung fängt aber laut der Kinderhilfsorganisation "Plan International" schon viel früher an. Darum hat die Organisation vor 15 Jahren den Internationalen Mädchentag ins Leben gerufen. Er wird am 11. Oktober begangen.

Mit dem Weltmädchentag will das Hilfswerk auf die Situation von Mädchen und jungen Frauen weltweit aufmerksam machen. So formuliert die Vorsitzende von Plan International in Deutschland Maike Röttger das Ziel. Das sei deshalb so wichtig, weil sie so dramatisch diskriminiert seien. Beispiel Bildung: Immer noch gehen weltweit 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule, und das nur, weil sie Mädchen sind. „Und das müssen wir verändern“, fordert Röttger.

Mädchen müssen genauso Zugang zu Schulbildung und Gesundheitsversorgung haben, wie Jungs, fordert Röttger. Auch die Verheiratung von minderjährigen Mädchen und zu frühe Schwangerschaften sollten international verboten werden. „Nur das macht aus ihnen starke junge Frauen, die letztlich dann auch die Gesellschaft mit beeinflussen können.“

Aus Anlass des Weltmädchentags gibt es in vielen Ländern Aktionen und Veranstaltungen, die ein Zeichen für die Rechte von Mädchen setzen wollen. In Belgien finden u.a. in Brüssel und Antwerpen Kampagnen statt.

Pünktlich zum Weltmädchentag hat Plan einen Bericht herausgegeben, um zu zeigen, wie Mädchen in Filmen dargestellt werden. „Wir haben festgestellt, dass Mädchen und Frauen sehr unterrepräsentiert sind. Wir rufen auch dazu auf, sie dort zu beteiligen, so dass sie auch sichtbar werden – vor und hinter der Kamera“, wünscht sich Maike Röttger.

JP/SH

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