Zwei Tote nach Schießerei in Sachsen-Anhalt

In Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sind bei einem Terrorangriff auf eine Synagoge zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau wurden nach Polizeiangaben erschossen.

Schüsse in Halle und Landsberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland)

Bild: Jan Woitas/DPA

Mehrere Täter hätten vergeblich versucht, in das jüdische Gotteshaus einzudringen, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Max Privorozki. Seinen Angaben zufolge haben die schwerbewaffneten Männer versucht, die Türen der Synagoge aufzuschießen. In der Synagoge hielten sich zu dem Zeitpunkt bis zu 80 Menschen anlässlich des Feiertags Jom Kippur auf.

Bei dem Angriff wurde eine Frau, die wohl zufällig ins Schussfeld geriet, getötet. Ziel eines zweiten Angriffs war ein Dönerladen in der Nähe der Synagoge. Dabei wurde ein Mann erschossen.

Danach flüchteten die Täter in einem Auto. Wenig später fielen Schüsse etwa 15 Kilometer entfernt in Landsberg. Ein Taxifahrer und seine Frau wurden verletzt.

Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Die Hintergründe der Taten sind noch unklar. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

In mehreren deutschen Bundesländern wurden die Sicherheitsvorkehrungen für jüdische Einrichtungen verschärft. Zugleich hat die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Bahnhöfen und Flughäfen verstärkt.

dpa/br/rkr/km

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