UN: Regierungskräfte töten immer mehr Zivilisten in Afghanistan

In Afghanistan kommen immer mehr Bürger durch Luftangriffe und Bodeneinsätze der Armee und ihrer Verbündeten ums Leben.

Verletztes Kind in Afghanistan

Foto: Wakil Kohsar/AFP

Die regierungstreuen Truppen sind für mehr Opfer verantwortlich als die Aufständischen. Das geht aus einem Bericht der UN-Mission in Afghanistan (Unama) vom Dienstag hervor.

Die afghanischen Sicherheitskräfte, ihre internationalen Unterstützer und regierungstreue Milizen töteten in den ersten sechs Monaten des Jahres 717 unbeteiligte Bürger, die radikalislamischen Taliban, die Terrormiliz Islamischer Staat und andere regierungsfeindliche Kräfte 531.

Den absoluten Großteil der Opfer von Luftangriffen rechnet Unama den US-Streitkräften zu, nur einen geringen Teil der afghanischen Luftwaffe. Die verstärkten US-Luftangriffe gelten als Teil der US-Strategie, Taliban-Kommandeure anzugreifen und die Bedingungen für eine politische Lösung des Konflikts zu schaffen. Die USA haben laut Statistiken der US-Luftwaffe seit 2017 die Zahl der Abwürfe von Bomben und anderer Munition über Afghanistan fast verdoppelt.

dpa/km

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