Bergung von Brennstäben aus Abklingbecken in Fukushima begonnen

Gut acht Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat der Betreiber Tepco erstmals mit der Bergung von Brennstäben aus einem der zerstörten Unglücksreaktoren begonnen.

In Fukushima hat die Bergung von Brennstäben begonnen (Bild vom 15. April 2019)

Bild: AFP

Zunächst sollen sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors drei herausgeholt werden. Allein dort lagern insgesamt 566 Brennstäbe.

Die Reaktoren eins bis drei waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986. Insgesamt lagern in den Abklingbecken der drei Unglücksreaktoren mehr als 1.500 Brennstäbe.

Die geborgenen Brennstäbe sollen in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird. Ausgeführt werden die Arbeiten wegen noch immer hoher Strahlungswerte mit einem ferngesteuerten Kran. Die Entfernung der Brennstäbe hat sich wegen Pannen um mehrere Jahre verzögert.

Am Sonntag hatte der japanische Ministerpräsident Shinso Abe das zerstörte Atomkraftwerk besucht. Dabei versicherte er, seine Regierung arbeite weiter entschlossen am Wiederaufbau von Fukushima und Nordostjapan.

dpa/mh/sh

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